Dies ist die Fortsetzung eines Berichts vom Vorabend. Diesmal wird die Eishöhle und die Übernachtung beschrieben.
Die Stelle im Schneewald, an der wir uns niedergelassen hatten, lag in etwa 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Tiefe des Schnees betrug grob 1,80 Meter. Neuschnee betraten wir deshalb vor allem mit Schneeschuhen, welche als Erweiterung der Fußfläche dienen. Wegen des tiefen Schnees entschieden sich beide Teams für Eishöhlen.
Für den Eingang führte eine Treppe bis auf den Boden. Dort hatten wir eine Schlafhöhle in den festen Schnee gegraben. Vor dem Schlafengehen gab es noch eine Mahlzeit und warmen Wasserflaschen als Bettwärmer.


Das Bett waren Schlafmatratzen und Schlafsäcke in den Höhlen. Draußen war uns allen an den Füßen kalt, aber mit (viel) Geduld wurde es wärmer. Die Konstruktion mit erhobenen Liegeplätzen und einem tiefen Eingang hielt die Wärme innen.

In der Nacht war es stockfinster und totenstill, aber angenehm warm. Wir hatten genügend Platz, sodass jeder – wenn auch dicht an dicht – in voller Länge schlafen konnte.
Am Morgen des Sonntags packten wir unsere Sachen, aßen im nahe gelegenen Gasthaus und fuhren zurück zur Universität. Ich bin sehr froh über meine Teilnahme. So kam es dazu, dass ich unter einer großen Schneeschicht schlief.
